Diese eindrucksvolle Figur ist ein First-Ziegel.
Ein First-Ziegel liegt als Abschluss ganz oben auf einem Hausdach.

Dieser Ziegel ist aus China.
Er ist aus Keramik.
Und auf dem Ziegel befindet sich eine Drachen-Figur.
Die Figur ist über 1 Meter lang, 60 Zentimeter hoch und fast 30 Zentimeter breit. Er ist ungefähr so groß wie ein Schäferhund.

Experten denken: Der Ziegel wurde im 17. Jahrhundert hergestellt.
Man nennt diese Zeit: späte Ming-Zeit.
Ming-Zeit ist der Name der Epoche in China von ungefähr dem Jahr 1350 bis 1650, also 300 Jahre lang.

Der Ziegel hat eine hohe handwerkliche Qualität.
Wahrscheinlich hat sich dieser Ziegel auf dem Dach von einem besonderen Haus befunden:
Zum Beispiel auf dem Dach von einem Palast.
Oder der Ziegel hat eine Grab-Anlage geschmückt.
Genau weiß man das nicht.

Im Jahr 1917 hat ein Kunst-Händler in München einen ähnlichen First-Ziegel beschrieben:
Der First-Ziegel hat auf einem Tempel-Dach in der chinesischen Provinz Shandong gelegen.

Auf diesem First-Ziegel sind oben auf dem Drachen-Schwanz
3 Zeichen eingeritzt.
Man kann sie kaum sehen.
Die Zeichen bedeuten:
Der Ziegel hat ursprünglich im Süd-Osten vom Dach gelegen.

Die Glasur nennt man Sancai-Glasur.
Sancai bedeutet: 3 Farben.
Die Glasur ist honig-farben, grün und beige.
Viele First-Ziegel aus der Ming-Zeit sind in diesen Farben.

Der Drache bedeutet in China lebensspendende Kräfte.

Unten am Sockel sehen Sie Kreise.
Sie sehen aus wie Wolken.
Die Menschen in China haben früher gedacht:

  • Drachen fliegen durch die Wolken.
  • Drachen haben große Macht.
  • Drachen können für Regen sorgen.


Und der Regen ist lebenswichtig.
So war der Drache früher auch das Zeichen für den Kaiser.
Der Drache war wie ein Wetter-Gott.
Die Menschen glaubten auch:
Drachen können vor Unwettern schützen.

Wer noch mehr wissen möchte:
Wem hat der First-Ziegel früher gehört?
Man hat im Jahr 2019 festgestellt:
Der First-Ziegel hat früher dem Kunst-Sammler Eduard Fuchs gehört.
Eduard Fuchs hat von 1870 bis 1940 gelebt.
Er war Schriftsteller und Journalist.
Wegen seiner politischen Einstellung musste Eduard Fuchs im Jahr 1933 vor den Nazis aus Deutschland fliehen.
Die Nazis haben ihm seine Sammlung weggenommen.
1937 haben die Nazis den First-Ziegel versteigert.

Der Sammler Carl Cords hat dann den First-Ziegel gekauft.
Er hatte eine große Sammlung mit über 1000 hauptsächlich chinesischen Objekten.
1943 hat er seine gesamte Sammlung dem Museum Angewandte Kunst geschenkt.
Diese Sammlung wurde zu einem sehr wichtigen Teil von der Ostasiatischen Sammlung im Museum Angewandte Kunst.

Aktuell verhandelt das Museum mit den Erben von Eduard Fuchs.
Denn die Erben möchten den First-Ziegel zurückhaben.
Und das Museum Angewandte Kunst will den First-Ziegel behalten.

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Die drei unauffällig oben auf dem Drachenschwanz eingeritzte Zeichen „dongnanjue“ (Südost-Ecke) zeigen die Ausrichtung des Ziegels auf dem Dach an. <br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Die honigfarbene, grüne und beigefarbene <em>sancai</em>-Glasur (<em>sancai</em> bedeutet „drei Farben“), die dieses Stück mit vielen Dachreitern der Ming-Zeit (1368–1644) gemeinsam hat, geht auf Vorbilder aus der Keramik der Tang-Zeit (618–907) zurück. Der Drache verkörpert in China lebensspendende Kräfte. Der Sockel ist mit einem aufgesetzten Dekor aus stilisierten Wolkenwirbeln versehen. Man stellte sich Drachen im Wolkenraum fliegend vor und schrieb ihnen Macht über den lebenswichtigen Regen zu. Aus dieser Vorstellung heraus erklärt sich auch, dass dieses Fabeltier als Symbol des Kaisers betrachtet wurde. Als „Wettergottheit“ sah man im Drachen sicher auch eine vor Unwettern schützende Macht.<br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Recherchen zur Herkunft und Geschichte des Firstziegels haben 2019 ergeben, dass er vormals Eigentum des linken Publizisten und Kunstsammlers Eduard Fuchs (1870–1940) war, der sich 1933 zur Flucht aus Deutschland gezwungen sah. Seine Sammlung wurde von den Nationalsozialisten konfisziert und 1937 an einen Sammler versteigert, von dem Carl Cords das Stück später erwarb. Die mehr als 1000 hauptsächlich chinesische Objekte umfassende Schenkung Cords im Jahr 1943 wurde zu einem Eckpfeiler der Ostasiatischen Sammlung im Museum Angewandte Kunst. Mit den Erben von Eduard Fuchs wird derzeit über Möglichkeiten verhandelt, wie das Stück dem Museum erhalten bleiben kann.<br class="linefeed" />,Diese eindrucksvolle Figur ist ein <strong>First-Ziegel</strong>.<br class="linefeed" />Ein <strong>First-Ziegel</strong> liegt als Abschluss ganz oben auf einem Hausdach.</p><p>Dieser Ziegel ist aus China.<br class="linefeed" />Er ist aus Keramik. <br class="linefeed" />Und auf dem Ziegel befindet sich eine Drachen-Figur.<br class="linefeed" />Die Figur ist über 1 Meter lang, 60 Zentimeter hoch und fast 30 Zentimeter breit. Er ist ungefähr so groß wie ein Schäferhund.</p><p>Experten denken: Der Ziegel wurde im 17. 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Die drei unauffällig oben auf dem Drachenschwanz eingeritzte Zeichen „dongnanjue“ (Südost-Ecke) zeigen die Ausrichtung des Ziegels auf dem Dach an. <br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Die honigfarbene, grüne und beigefarbene <em>sancai</em>-Glasur (<em>sancai</em> bedeutet „drei Farben“), die dieses Stück mit vielen Dachreitern der Ming-Zeit (1368–1644) gemeinsam hat, geht auf Vorbilder aus der Keramik der Tang-Zeit (618–907) zurück. Der Drache verkörpert in China lebensspendende Kräfte. Der Sockel ist mit einem aufgesetzten Dekor aus stilisierten Wolkenwirbeln versehen. Man stellte sich Drachen im Wolkenraum fliegend vor und schrieb ihnen Macht über den lebenswichtigen Regen zu. Aus dieser Vorstellung heraus erklärt sich auch, dass dieses Fabeltier als Symbol des Kaisers betrachtet wurde. 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