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Verona Vendetta
Jan Kath
2011
Der Titel des Teppichs verweist sowohl auf einen Ort im Norden Italiens – Verona – als auch auf einen gestalterischen Effekt, benannt nach der italienischen Bezeichnung für »Blutrache«. Jan Kath wählt ihn hier zur Verfremdung eines klassischen Musters italienischer Textilien mit Blüten- und Rankenmotiven (Arabesken). Streifen aus goldgelber Seide verteilen sich über zwei Drittel des Teppichs. Aus welcher Richtung man den Teppich auch betrachtet: Die Streifen löschen (engl. erase) das klassische Muster im Sinne einer gestalterischen Selbstjustiz aus, bei der jeglicher Widerstand zwecklos erscheint.
Damit stellt das Design den Bezug zum englischen Titel der kommerziellen Serie Erased Classic her, zu der Verona Vendetta zählt. Kath bricht darin mit alten Sehgewohnheiten und verweist auf die Dekonstruktion klassischer Textilmuster sowie auf die Abstraktion des Ornamentalen. Dabei hinterfragt er die Rolle der Ornamente sowie ihre Bedeutung für die Selbstbestimmung der Kunst im Sinne einer ästhetischen Autonomie. Diese Entwicklung entsprang im 18. Jahrhundert der Vorstellung eines schöpferischen Subjekts, das die Wirklichkeit nicht nachahmt, sondern erfindet. In der Folge führte sie zur abstrakten Kunst der Moderne.
Titel
Verona Vendetta
Erased Classic
Beteiligte
Datierung
2011 (Herstellung)
Geografischer Bezug
Herstellungsort: Nepal
Material / Technik
Tibetische Hochlandwolle, chinesische Seide, nepalesische Nessel; handgeknüpft von Knüpfer:innen in Kathmandu, Nepal
Maße
Fläche:
220 × 330 cm
Objektbezeichnung
Sammlungsbereich
Inventarnummer
17297
Creditline
Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main
Zugang
Schenkung; 31.12.2012; Jan Kath
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